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Eine Ausstellung als Mitmach-Aktion

Am 10. und 11. November 2019 gab es im ‚Museum der Arbeit‘ eine besondere Ausstellung. Sie hatte den Namen: Ist das Inklusion? Sie fand im Rahmen der Hamburger Aktion: Zeit für Inklusion statt.

Geplant und organisiert hatte die Ausstellung die Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte in Hamburg (LAG WR HH). Ziel der Ausstellung war es, die Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Hamburg bekannter zu machen. Werkstatträte und Beschäftigte aus den Elbe-Werkstätten und der Werkstatt alsterarbeit stellten sich und ihre Arbeit vor.

Es war das erste Mal, dass Beschäftigte der beiden großen Hamburger Werkstätten gemeinsam und eigenständig ein solches Projekt auf die Beine gestellt haben. Das ‚Museum der Arbeit‘ hatte dankenswerter-weise einen großen Raum im 2. Stock für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Mehr als hundert Besucher kamen an den beiden Tagen und zeigten sich begeistert. Sie lobten vor allem das Miteinander und die angenehme Atmosphäre. Ein buntes Treiben, das sonst in einem Museum nicht üblich ist. Jeder konnte verschiedene Arbeiten aus den Werkstätten kennen lernen und ausprobieren. 18 Beschäftigte, die an beiden Tagen ihre Arbeit vorstellten, kamen offen mit den Besuchern ins Gespräch. Sie zeigten, wie man fachmännisch einen Knopf annäht, einen Stuhl flechtet oder ein Buch bindet.

Es war eine Ausstellung zum Mitmachen, eine Begegnung mit Menschen und mit Arbeit.

Auf mehreren Stellwänden konnte sich jeder ein Bild von der Geschichte der beiden Werkstätten machen. Die ersten Einrichtungen für Arbeit und Beschäftigungen für Behinderte in Hamburg gab es schon im Jahre 1863.

Beliebt war eine Wand mit Fotos von Menschen in der Werkstatt, zu denen man Interessen und Merkmale zuordnen sollte. Wer wollte, konnte ein Los ziehen. Es gab Preise aus den Werkstätten zu gewinnen. Hauptpreis war eine Führung durch eine Werkstatt. Fast immer besetzt war eine Kinderecke, wo Buttons bemalt werden konnten.